F01Mensch werden, Mensch sein

Humandifferenzierung und Konvivialität - von der Gegenwart in die Urgeschichte

Tracing Origins (Natural History Museum London) © Foto: Johannes Paulmann
Tracing Origins (Natural History Museum London) © Foto: Johannes Paulmann

Das Teilprojekt untersucht die Wissenschaftsgeschichte der Menschheitsentwicklung als eine Distinktionszone von Humandifferenzierung im Schnittfeld von Kultur- und Naturwissenschaften vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Indem es die zentrale Kategorie „Mensch” des SFB selbst zum Gegenstand macht, zielt es auf eine „Archäologie” der Humandifferenzierung (Foucault). 

Schwerpunktmäßig widmet sich das Teilprojekt der Zeitlichkeit, Räumlichkeit und Relationalität solcher Human-Differenzierungen, die durch die vier Arbeitseinheiten Taxonomie, Konvivialität, Repräsentation und Narrativität im historischen Verständnis des Mensch-Werdens und Mensch-Seins analysiert werden. 

Im Fokus steht die Geschichte der Disziplinen, die Unterscheidungen und Klassifizierungen von Vor- und Frühmenschen (Hominini) auf Basis fossiler und materieller Evidenz vorgenommen sowie deren Zusammenleben und Evolutionsgeschichte beschrieben haben. Neben weltweiten Fundorten von homininen Überresten stehen gleichermaßen die Museums- und Ausstellungsgeschichte sowie die Historiographie der Menschheitsgeschichten im Mittelpunkt.

Haeckel: Natürliche Schöpfungsgeschichte (Frontispiz und Titelseite, 1869) © Foto: H.-P.Haack
Kraftpakete (Neanderthal Museum) © Foto: Johannes Paulmann
Neandertalerin (Plastische Rekonstruktion, Neanderthal Museum) © Foto Johannes Paulmann
Neanderthaler (Plastische Rekonstruktion, Natural History Museum London) © Foto: Johannes Paulmann
AMS 14C-Labor (Modell, Neanderthal Museum) © Foto: Johannes Paulmann