SFB 1482

Herzlich willkommen beim Sonderforschungsbereich SFB 1482 „Humandifferenzierung“

Die Einrichtung des SFB 1482 „Humandifferenzierung“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) wurde zum 1.7.2021 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Der SFB geht aus der Arbeit des Forums Humandifferenzierung hervor.

Der SFB untersucht ein grundlegendes kulturelles und soziales Phänomen: dass sich Menschen fortlaufend kategorisierend unterscheiden. Sie tun dies etwa nach Nationalität, Ethnizität, Religion, Alter, Geschlecht, Leistung, sexueller Orientierung usw. Gesellschaften entwickeln hier ihre eigenen Ethnosoziologien, mit denen sie ihr ‚Menschenmaterial‘ (Simmel 1908) klassifizieren und seine sozialen Zugehörigkeiten herstellen. Neben der Sortierarbeit, welche die Unterscheidenden selbst primär betrifft, konstituiert Humandifferenzierung zudem die Außenunterscheidung des Menschen von Tieren und Artefakten wie etwa Robotern.

Ziel des SFB ist es, eine allgemeine, empirisch gesättigte Theorie der Humandifferenzierung zu entwickeln, die deren soziokulturelle Funktionen bestimmt.