Stefanie Hampel M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Körper und Performances
Als Theaterwissenschaftlerin befasse ich mich mit der Personalauswahl und -formung in Schauspiel-Institutionen im deutschsprachigen Raum in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit spezifischem Blick auf Weimarer Republik und NS-Zeit. Damit fokussiere ich mich auf Prozesse der Zentralisierung und der Institutionalisierung.
Die Personalauswahl von Schauspieler:innen realisiert sich dabei entlang einer immer wieder neu gezogenen und wandelbaren Demarkationslinie, anhand der die Selektion „Talentierter“ und das Aussortieren „Untalentierter“ vollzogen wird. In historischen Konjunkturen ist der Begriff des Talents ständigen Beugungen ausgesetzt, bei denen unterschiedliche Humandifferenzierungen zum Tragen kommen, wie beispielsweise Alter, Geschlecht oder Race. Welche Organisationen und Institutionen bilden sich im Zuge dieses Auswahlprozesses? Und wie entsteht der sich professionalisierende Schauspielberuf?
Diesen und anderen Fragen möchte ich in meinem Part des Teilprojekts D04 „Schauspielen als Beruf“ gemeinsam mit Hanna Voss, Friedemann Kreuder und Annika Will sowie im Rahmen meiner Promotion nachgehen.
Seit 2023 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 1482 und habe zunächst meine Masterarbeit im Teilprojekt A05 „Staging Differences“ verfasst (Staging Norma, Tectum 2024). Meinen Hintergrund bildet dabei ein Studium der Theater- und Musikwissenschaft (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) sowie der Wirtschaftsmathematik (Universität Bielefeld).
Foto: Stephanie Füssenich