Deborah Wockelmann M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Mobilität und Ordnungsprozesse
Deborah Wockelmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität. Sie hat einen Master of Arts in Afrikanistik an der Universität zu Köln und ist seitdem vor allem in der afrikanistischen Soziolinguistik und Anthropologischen Linguistik mit regionalem Schwerpunkt auf Ostafrika tätig.
Während ihres Studiums setzte sie sich kritisch mit Sprache im Tourismus an der ostafrikanischen Küste (Kenia/Tansania) auseinander und forschte zum Zusammenhang sprachlicher Praktiken mit Identitätskonstruktionen, Othering, Authentizität und Machtbeziehungen. Seit 2020 hat sie ihren regionalen Schwerpunkt auf Uganda und Ruanda verlagert.
Im Rahmen der ersten Projektphase des SFB 1482 forschte sie zu Mehrsprachigkeit, Indexikalität und Differenzierungspraktiken in Uganda und reichte 2026 ihre Dissertation mit dem Titel „Linguistic Practices and Human Differentiation in Kampala, Uganda“ ein. Dabei kombinierte sie interdisziplinäre Ansätze und Erhebungsmodalitäten, um eine differenzierte, qualitativ ausgerichtete und innovative Forschung zur Bedeutung sprachlicher Dimensionen für zwischenmenschliche und gesellschaftliche Beziehungen zu entwickeln und diese prozess- wie realitätsorientiert zu untersuchen.
In der zweiten Projektphase beschäftigt sie sich insbesondere mit den sprachpolitischen Maßnahmen sowie den Selbst- und Fremdkategorisierungen von Sprecher:innen in Ruanda. Ein zentraler Fokus ihrer Forschung liegt auf der Frage, wie die sprachpolitische Umgestaltung des post-genozidalen Regimes die tatsächlichen Sprachpraktiken und Kategoriekonstruktionen von Sprecher:innen beeinflusst und von diesen sprachlich-performativ aufgegriffen oder zurückgewiesen werden.
Foto: Stephanie Füssenich