Christian Mayer M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter | Distinktionszonen
Wer bin ich?
Ich komme aus dem oberbairischen Chiemgau und habe in Salzburg zuerst einen Bachelor in Pädagogik absolviert. Weil mich Sprachen schon immer fasziniert haben, haben ich Linguistik als weiteres Studienfach gewählt, welches ich an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit dem Master of Arts abgeschlossen habe, und bin nun beim Teilprojekt F03 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand tätig. Ebenso liegt mein Interesse in der Interaktion von Sprache mit Kultur und Gesellschaft, weshalb ich zusätzlich im Nebenfach Indologie und als zweiten Masterstudiengang Erziehungswissenschaften an der Uni Mainz gewählt habe.
Polynesische Sprachen: Weit weg und nur kleine Inseln?
Im Projekt F03 „Sprachliche Statusdifferenzierung in polynesischen Gesellschaften“ liegt der Fokus auf der sprachlichen Repräsentation der Gesellschaftsstrukturen in polynesischen Gemeinschaften. Die dazugehörigen Sprachen decken dabei entlang des sogenannten „polynesischen Dreiecks“ mit den Eckpunkten Hawaii, Neuseeland und den Osterinseln einen Großteil des Pazifik ab. Mein Teilprojekt wird sich im Besonderem mit der Sprache der Maori befassen, wozu auch das Sammeln von Sprachdaten in Neuseeland gehören wird. Dies bereitet mir auch persönlich eine große Freude, da ich dort bereits ein Highschool-Auslandsschuljahr absolviert habe und seitdem einige Male Freunde und Bekannte besucht habe. Das Projekt bietet mir somit die Möglichkeit mich nochmal aus einer anderen Perspektive mit dem Land, der Kultur und den Leuten zu beschäftigen.
Humandifferenzierung und Sprache
Kommunikation ist ein essentieller Bestandteil des menschlichen Lebens und ermöglicht ein gemeinschaftliches Zusammenleben. Gleichzeitig wird Sprache aber auch benutzt, um alles und jeden zu unterscheiden. Namen, Attribute und Handlungen beschreiben Aussehen, Verhalten, Wert oder andere Merkmale anhand derer Menschen untereinander und von Nicht-Menschlichem differenziert werden. Soziale Beziehungen, wie Status oder Verwandtschaft, unterliegen dabei oft einem gesellschaftlichen Regelwerk, welches z.B. Sprechweise, Vokabular, Höflichkeiten oder Tabus im Gespräch mit unterschiedlichen Personen vorgibt.
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